Schadet die Kupferkette der späteren Fruchtbarkeit?

Was ist, wenn ich eine Kette haben möchte, aber später gerne Kinder?

Die Kuperkette wird mit einem Knoten in der Gebärmutterwand verankert. Sie wird übrigens nicht festgenäht, wie manche Menschen behaupten, sondern der Knoten wird in die Gebärmutterwand hineingeschoben, wo er innerhalb von vier Wochen festwächst. Es bildet sich dann Bindegewebe um diesen Knoten herum (deshalb sollte in den ersten vier Wochen auch paralell verhütet werden).

Es gibt Berichte, dass dies ein Trauma für die Gebärmutter sei, die Kupferkette würde die Fruchtbarkeit schädigen, das stimmt aber nicht. Denn dieser Knoten kann aus der Gebärmutterwand wieder restfrei herausgezogen werden. Das geht schnell und viel weniger schmerzhaft als das Einsetzen, und das was von diesem kleinen Piks dann übrig bleibt ist minimal, das ist kein Trauma. Die Nadel, die beim Einsetzen benuztzt wird, ist halb so dünn wie eine normale Nadel zum Blut abnehmen.

Wie die Gebärmutter mit Verletzungen umgeht

Im Vergleich zum Beispiel zu einer Kaiserschnitt-Naht, wo fast ein Drittel des Umfangs der Gebärmutter aufgeschnitten wird und hinterher wieder zugenäht wird, ist die Verletzung beim Einsetzen der Kupferkette minimal. Und hat jemals schon jemand gehört, das nach einem Kaiserschnitt Frauen komplett unfruchtbar sind? Natürlich kann eine Entzündung passieren, aber ein Kaiserschnitt ist etwas, was die Gebärmutter wunderbar überstehen kann.

Eine meiner letzten Kaiserschnitt-Entbindungen als Oberärztin, ist jetzt auch über 10 Jahre her, das war ein Viert-Kaiserschnitt bei einer Frau, die auch beim vierten Kind ein wunderbar gesundes Kind bekam. Da sah man zwar mittlerweile, da sind Vernarbungen da und die Gebärmutterwand ist dünn. Mehr Kinder sollte die Frau nun möglichst nicht bekommen, aber grundsätzlich ist auch das möglich. Denn die Gebärmutter ist ein unglaublich reparaturfreudiges Organ. Dies hat dazu geführt, dass im Wochenbett kaum noch routinemäßig sterilisiert wird, denn danach wachsen die Eileiter in 10 Prozent der Fälle einfach wieder zusammen. Was nicht besonders sicher ist, weshalb man das heute entweder mit einer speziellen OP-Technik macht oder eben dann, wenn die Geburtsrückbildungsvorgänge abgeschlossen sind.

DIe minimale Verletzung durch den Knoten der Kupferkette macht für die spätere Fruchtbarkeit überhaupt rein gar nichts. Von Kollegen, die Gebärmutterspiegelungen machen, habe ich mir sagen lassen, das oft ein Jahr später überhaupt nicht mehr zu erkennen ist, dass die Frau je Kettenträgerin war. Also, bitte keine Angst, das das EInlegen und das Entfernen einer Kupferkette die spätere Fruchtbarkeit stört. Im Gegenteil, bei den Patientinnen, bei denen ich eine Kette vorzeitig gezogen habe, wegen Kinderwunsch, die meisten sind wirklich sehr sehr schnell schwanger geworden.

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